Chronik

Das Jahr 2000 war nicht nur der Beginn eines neuen Jahrtausends, sondern brachte auch ein neues Musikschulgesetz.

Das Musikschulmanagement NÖ rät den bestehenden Musikschulen Kapelln und Weissenkichen den Zusammenschluss zu einem Verband, um genügend geförderte Stunden zu erhalten.

So beginnen die Verhandlungen der Bürgermeister Anton Schmied aus Kapelln und Helmut Hieger aus Weißenkirchen. Würmla unter  Bürgermeister Josef Burger schließt sich den Verhandlungen an, da schon einige Schüler aus dieser Gemeinde die Musikschule Weissenkirchen a. d. Perschling besuchen. Ein Verband mit Michelbach-Stössing wird ausgeschlossen, da die räumliche Distanz zu groß ist.

Alle drei Bürgermeister einigen sich und nun muss ein Name gefunden werden. Der nahe liegendste  Name MSV Perschlingtal ist bereits vergeben. Scherz halber wird der Mittelpunkt NÖs, der bekanntlich in Kapelln liegt, erwähnt und schon ist ein Name gefunden: MSV NÖ Mitte, der zudem noch in der Region NÖ Mitte liegt. Grundbedingung der Gemeinden ist, dass alle bestehenden Lehrverträge übernommen werden. Als Leiterin wurde Mag. Petra Kovacic, bestellt. Das Musikschulmanagement stuft nach der grundlegenden Einigung unseren Verband als Standardmusikschule ein und legt die zu fördernden Stunden mit 167 fest.

MUSIKSCHULSTATUT

Die Vorgabe des Landes ist es, ein Schulstatut sowie die Schulordnung  festzulegen. Sie regelt die Unterrichtsbedingungen, die Unterrichtsstufen, das Fächerangebot, die Unterrichtseinheiten sowie den Anteil der Neben- und Ergänzungsfächer. Als Vorlage für unser Statut diente das Musterstatut des Landes NÖ. Um diesem Statut auch zu entsprechen, war es in den vergangenen Jahren notwendig, die Schule umzustrukturieren. In einigen Bereichen waren wir jedoch schon unserer Zeit voraus, als eine der wenigen Schulen werden bei uns seit 1993 Übertrittsprüfungen abgehalten.

IST-STAND

Heute werden an unserer Schule 25 Hauptfächer sprich Instrumente und Gesang angeboten, darunter sechs Mangelinstrumente. Hierzu gehören alle Streichinstrumente, Oboe, Posaune, Horn und Orgel. Dies ist ganz besonders wichtig, da mit dem neuen Musikschulgesetz, das 2008 in Kraft tritt, dieses Fächerangebot die  Voraussetzung für die Förderbewilligung sein wird.

In 153,5 Unterrichtseinheiten, ein Drittel davon halbe Einheiten, werden 350 Schüler von einem 18-köpfigen Lehrerteam unterrichtet. Der größte Teil unseres Teams hat MS1 und MS2 Einstufungen, das heißt, sie haben ein oder zwei Diplome.

Sämtliche Neben- und Ergänzungsfächer, dazu gehören Ensemblespiel, Korrepetition, Chor, Musiktheorie und Gehörbildung, die insgesamt 20 Unterrichtseinheiten ausmachen, werden gratis angeboten. Auch hier liegen wir absolut im vom Musikschulmanagement geforderten Prozentsatz.

KOOPERATIONEN

Um eine Zusammenarbeit mit den öffentlichen Schulen zu erwirken, haben wir zur Freude aller Beteiligten schon drei Projekte mit allen drei Volksschulen umsetzen können: die Singspiele Max und Moritz, Mausical und Der schwarze Koffer.

Als Bindeglied zu den Musikkapellen haben wir seit dem heurigen Schuljahr das „Zwergenorchester“ gegründet. Es soll schon die Kleinsten für das Zusammenspiel in einem Orchester begeistern.

Bei diversen Festivitäten wurden die Kindergärten musikalisch von unserer Schule unterstützt, wie zum Beispiel bei der Eröffnung des Kindergartens in Perschling oder der 50 Jahrfeier des Kindergartens Kapelln.

 

AUFGABEN DER MUSIKSCHULE

Wichtig ist dem Land NÖ die Erziehung des Schülers zur Musik durch Musik. Dabei soll er nicht nur die Fertigkeit am Instrument vermittelt bekommen, es soll auch seine Persönlichkeit individuell gefördert werden; er soll hören, zuhören und aufeinander hören lernen. Und das Musizieren soll als eine Sprache gelernt werden, in der man international kommunizieren kann.

Wie schon vorher besprochen, soll die Musikschule Kooperationen mit anderen Institutionen suchen finden. Last but not least soll natürlich auch der Musikernachwuchs für unser Land herangezogen werden.